Raclette: Zutaten, Ideen, Rezepte und viele nützliche Tipps

Raclettekäse fließt vom Pfännchen

Raclette ist ein Gaumenschmaus, der insbesondere durch Geselligkeit, Gemütlichkeit und Spaß geprägt ist. Ein Raclette-Grillabend kann gut und gerne mehrere Stunden dauern, was das Miteinander so besonders macht. Denn das gemeinsame Kochen am Tisch verschafft einem viel Zeit miteinader, stärkt die Gemeinschaft und lässt das Plaudern nicht zu kurz kommen. In vielen Familien- und Freundeskreisen ist das Raclettieren sehr beliebt. Es passt immer und überall, ist einfach und schnell in der Zubereitung und lässt der Kreativität jede menge Raum. Denn der Käse kann mit vielen verschiedenen Leckerbissen kombiniert und so viele herrliche Rezepte ausprobiert werden.

Raclette steht also für Genuss und tollen Geschmack. Aus diesem Grund findet sich wohl kaum mehr ein Haushalt, welches nicht über ein eigenes Raclettegerät verfügt, um sich mehrmals im Jahr in geselliger Atmosphäre dem Geschmack von aromatischen, geschmolzenen Käse hinzugeben.

Lesen Sie u.a. im Folgenden, welche Mengen wir empfehlen, welcher Käse geeignet ist und welche Zutaten hervorragend zum Raclette passen.

Die Themen auf dieser Seite im Überblick:

Grundsätzliches vorab: Mengenempfehlung


Wir werden oftmals gefragt, in welchen Mengen die notwendigen Zutaten für einen Raclette-Abend eingekauft werden sollten.
Gerne helfen wir Ihnen bei der Einkaufsplanung.

Raclettekäse fließt vom Pfännchen

Zutaten für Pfännchen-Raclette:

Wir empfehlen als durchschnittlichen Richtwert pro Person:
  • 200g Raclettekäse
  • 250g Kartoffeln oder Gemüse
  • 100g - 200g Fleisch/Fisch
Das bedeutet, dass für vier Personen ca. 800g Käse, 600g Fleisch/Fisch und 1 kg Kartoffeln bzw. Gemüse benötigt werden.
klassische Raclette-Zubereitung

Zutaten für klassisches Raclette:

Wir empfehlen als durchschnittlichen Richtwert pro Person:
  • 200g bis 250g Raclettekäse
  • 250g Kartoffeln
Für vier Personen sollten 1 kg Käse und 1 kg Kartoffeln besorgt werden. Bitte denken Sie zusätzlich noch an Speckwürfelchen, Silberzwiebeln und Jalapenos als kleine Beilage.

Mehr Informationen über die unterschiedlichen Zubereitungsarten erhalten Sie auf unserer Seite Die Raclette Zubereitung

Alles im Griff: Einkaufliste für's Raclette


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Welcher Käse passt zum Raclette?


Raclettekäse fließt vom Pfännchen

Raclette ist ein schweizer Kulturgut, somit kommt der original klassische Raclettekäse aus der Schweiz - genauer gesagt, aus dem Kanton Wallis.Schweizer Raclettekäse
Dieser Raclettekäse ist sehr aromatisch und besitzt hervorragende Schmelzeigenschaften. Grundsätzlich lässt sich aber sagen: für Raclette kann eigentlich jeder Käse verwendet werden - zumindest für Pfännchen-Raclette. Raclettekäse aus Deutschland oder Frankreich sind etwas weniger aromatisch, daher empfiehlt sich hierbei eine längere Reifezeit des Käses. Je länger der Käse gereift ist, desto aromatischer wird er.

Gouda (jung und mittelalt), Butterkäse oder Cheddar werden auch gerne als Alternative verwendet. Diese Sorten sind zwar weniger kräftig im Geschmack, weisen aber auch gute Schmelzeigenschaften auf. Probieren Sie es doch einfach aus, Ihr Lieblings-Raclette-Käse wird bestimmt schnell gefunden.

Und wo wir gerade beim Probieren sind: Mozzarella, Camembert, Bergkäse, Tilsiter und Edamer schmecken geschmolzen nochmal so gut. Wer es richtig herzhaft liebt, legt Gorgonzola oder Schafs-/Ziegenkäse auf's Pfännchen. Haben Sie keine Scheu: falsch machen kann man nichts. Letztendlich geht es doch nur um den eigenen, individuellen Geschmack und darum, immer wieder neues entdecken zu können.


Käse aus Rohmilch oder pasteurisierter Milch

Oft stellt sich die Frage, ob für den direkten Verzehr oder die Raclette-Zubereitung ein Käse aus pasteurisierter oder Rohmilch gewählt werden soll. Wer den Geschmack besonders würziger Käsesorten bevorzugt, greift zumeist lieber zu Rohmilchkäse, da hier die unverfälschten Aromen der verwendeten Rohmilch zur vollen Entfaltung gelangen. Beachten Sie jedoch, dass vom Verzehr von Rohmilchkäse bei schwangeren Frauen, Kleinkindern oder Menschen mit geschwächter Immunabwehr abgeraten wird, da die Keimflora der unbehandelten Rohmilch auch in den Käse gelangt. Diese dann im Käse enthaltenen Keime können in seltenen Fällen Infektionskrankheiten auslösen. Daher sollten besonders gefährdete Personengruppen eher die zumeist etwas milderen Käsesorten aus pasteurisierter Milch wählen. Diese Milch ist wärmebehandelt und damit weitgehend von Keimen befreit. Für alle die dennoch nicht auf den voll würzigen Geschmack beim Käsegenuss verzichten möchten, empfiehlt sich die Wahl von Käse aus pasteurisierter Milch mit einer längeren Reifezeit.


Was ist mit der Rinde?

Die Diskussionen am Tisch nehmen gar kein Ende: kann man die Käserinde nun mitessen oder schneidet man sie ab?

Raclettekäse aus der Schweiz wird ohne künstliche Zusatz- und Konservierungsstoffe oder Schutzhüllen aus Paraffin hergestellt. Daher kann man den Rand beim schweizer Käse genüßlich verzehren. In der Schweiz gilt er als Delikatesse, weil er so schön kräftig ist. Abgeschnitten und zuoberst auf dem Pfännchen, backt er richtig kross.

In Deutschland und Frankreich ist es den Herstellern erlaubt, die Rinde des Käses mit Natamycin zu behandeln. Dieses Antimykotikum wird auch in der Medizin als Antibiotikum zur Behandlung von Pilzerkrankungen verwendet. Der Käse muss dann mit "E 235", "Natamycin" oder "mit Konservierungsstoffen" gekennzeichnet sein. Die Rinde sollte dann ca. 5mm abgeschnitten werden. Im Zweifel fragen Sie an der Käsetheke nach.

12 Nützliche Raclette-Tipps


Gemütlicher Racletteabend

1. Besorgungen rechtzeitig tätigen

Kaufen Sie den Raclettekäse rechtzeitig ein. In der Originalverpackung ist er im Kühlschrank mindestens einen Monat haltbar. Für ein zünftiges Raclette braucht es 200 bis 250 g Käse pro Person.Raclette-Rechner Übrig gebliebener Raclettekäse bzw. Käse-Reste eignen sich bestens für Toasts, Sandwiches, Quiche, Brot- und Kartoffelaufläufe, Käsespätzle, Käsesaucen usw. Er kann aber auch eingefroren werden, bis es bei der nächsten Party wieder heiß hergeht.

Außerdem sollten Sie sich überlegen, welche Beilagen Sie anbieten möchten. Falls Sie Fisch oder Fleisch servieren, ist es ratsam den Wein danach abzustimmen. Hilfestellung für die richtige Weinwahl finden sie im Verlauf.

Machen Sie sich am besten eine Einkaufsliste mit den benötigten Lebensmitteln und den Getränken. So haben Sie eine gute Übersicht und laufen nicht Gefahr etwas zu vergessen.

2. Wo kann ich den Raclettekäse kaufen?

Normaler Raclette-Käse ist in der kalten Jahreszeit im Supermarkt erhältlich. Wenn Sie ein Geschmackserlebnis erwarten, sollten Sie zu schweizer Raclettekäse greifen. Dieser ist meist nur an ausgesuchten Käsetheken erhältlich. Bei uns im Shop bieten wir eine ausgesuchte Auswahl an Käse in verschiedenen Formen und Größen an. zum Shop Diesen verschicken wir ganzjährig im Kühlversand. Somit steht dem Raclette-Genuß auch im Sommer nichts mehr im Wege.

3. Vorbereitungen am selben Tag

Da beim Raclette gemeinsam am Tisch gekocht wird, fällt keine zeitraubende Küchenarbeit an und Sie können sich ganz Ihren Gästen widmen. Die wenigen Vorbereitungen, die für ein gelungenes Raclette-Essen nötig sind, lassen sich im Voraus erledigen:

Portionieren Sie Fleisch und Fisch bereits einige Stunden vor dem Essen, indem Sie es in appetitliche Stücke schneiden und vorwürzen. Wenn Sie eine klassische Öl-Gewürz Marinade verwenden, benötigen Sie anschließend beim Raclettieren kein zusätzliches Öl und keine weiteren Gewürze. Anschließend alles wieder in den Kühlschrank - denken Sie bei dieser Gelegenheit daran, auch den Weiß- bzw. Roséwein kalt zu stellen.

Kurz vor Ankunft der Gäste könne Sie die Kartoffeln mit der Schale ca. 15 bis 20 Minuten knapp weich garen. Das Wasser vollständig abgießen, die Kartoffeln im Kochtopf lassen und ein sauberes Küchentuch auf die heißen Kartoffeln legen und den Deckel schließen. Alternativ können Sie dafür auch einen speziellen Warmhaltesack verwenden. Damit bleiben die Kartoffeln über Stunden heiß und knackig. Falls Sie weiteres hartes Gemüse, wie Karotten, Zuckerschoten, Kürbis und Fenchel anbieten, sollten Sie auch das vorher kurz angaren. Ansonsten können die Wartezeiten am Pfännchengerät unangenehm lang werden. Weiches Gemüse wie bspw. Paprika, Zucchini, Gurken, Pilze, Tomaten oder Auberginen müssen nicht vorab gedünstet werden. Um sich aufwändige Schneidearbeiten am Tisch zu ersparen, rät es sich, das Gemüse schon vorab portionsgerecht kleinzuschneiden und in unterschiedliche Schälchen zu legen. Anschließend können Sie den Raclettekäse in pfännchengerechte Portionen schneiden.

Nachdem Sie diese Vorbereitungen getroffen haben, einfach das Gerät in die Mitte des Tisches stellen und diesen eindecken. Anschließend den Käse, eine Pfeffermühle, den Fisch und das Fleisch, sowie die Beilagen drum herum aufbauen - fertig!

4. Raclette wie zubereiten?

Traditionell: Ofen zum Abstreichen (für halbe oder viertel Laibe).
Einfach: Raclettegrill mit Pfännchen.
Schnell: Im Back-/Mikrowellenofen in feuerfester Form.
Weitere Informationen über die unterschiedlichen Zubereitungsarten finden Sie auf unserer Seite Die Raclette Zubereitung
Die Geräte sind bei uns erhältlich.Raclette-Geräte

5. Pizza

Der neueste Trend aus der Schweiz: Tischöfen mit Pizza-Funktion. Die Öfen bieten wie herkömmliche Raclette-Grills die Möglichkeit, Raclette in Pfännchen und verschiedene Grillgerichte auf einer Grill- oder Steinplatte zuzubereiten. Doch dank der zuschaltbaren Unterhitze werden die Pfännchen nicht nur von oben, sondern zusätzlich auch von unten erhitzt. Damit verwandeln sich die vielseitigen Geräte in tragbare Pizzaöfen. Es lassen sich Pizzen direkt am Tisch frei nach Belieben zusammenstellen und backen, während auf der Platte z.B. Fleisch und Gemüse vor sich hin bruzzeln kann. Den Pizzateig mit dem passenden Ausstecher einfach im pfännchenformat ausstechen und auf das Pfännchen legen, dann nach Bedarf belegen und wie ein herkömmliches Raclette zubereiten. Nach einigen Minuten sind die knusprig zarten Pizzastücke fertig. Ein wahrer Genuss!

Selbstverständlich können die Racletteöfen mit Pizzafunktion auch für "normales" Raclette genutzt werden. Der zusätzliche Heizstab kommt dabei vollgepackten Pfännchen zu Gute.

Außerdem ist das Anrichten von Flammkuchen auch eine beliebte Alternative. Hierfür können Sie mit dem Ausstecher den fertigen Flammkuchenteig in die passende Größe stanzen, in das Pfännchen legen, nach Lust und Laune oder aber klassisch nach Elsässer Art belegen und anschließend in dem Ofen goldig backen.

Doch die Grills können nicht nur für herzhaftes Essen eingesetzt werden. Es ist auch möglich, Mini-Kuchen in den Pfännchen zu backen. Unser Apfelküchlein-Rezept ist besonders beliebt.

6. Stein- oder Grillplatte?

Die Grillplatte ist dünner als die Steinplatte und heizt sich daher schneller auf. Gerade wenn man ungeduldig oder sehr hungrig ist, kann das einen Vorteil darstellen. Das Gerät ist bereits nach wenigen Minuten einsatzbereit und es kann dann sofort losgelegt werden. Im Umkehrschluss kühlt die Grillplatte nach Ausschalten des Gerätes wieder sehr schnell ab. Falls der Grill direkt im Anschlus gereinigt werden soll, oder Kinder mit am Tisch sitzen, ist die Grillplatte also empfehlenswert. Allerdings ist die Wäremverteilung der Heizspirale ungleichmäßiger als bei der Steinplatte. Gerade bei "günstigen" Discounter-Geräten werden sowohl die Grillfläche als auch die Pfännchen nicht exakt gleich erhitzt.

Die Steinplatte sorgt nicht nur für einen optischen Mehrwert, sie gewährleistet auch eine einheitliche Wärmeverteilung. So wird die Hitze vom Stein aufgenommen aber auch nach unten reflektiert. Damit wird ausgeschlossen, dass das Essen in einigen Pfännchen schneller gar ist als in anderen. Üblicherweise wird auf dem Stein ohne Zugabe von Öl oder Fett gebraten. Daher stellt das Zubereiten am Tisch mit einem Gerät mit Stein- bzw. Mamorplatte ein sehr schönes, bewusstes "Kochen" dar. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass das Aufheitzen und Abkühlen der Steinplatte etwas Zeit in Anspruch nimmt. Verkürzen Sie die Aufheizzeit, indem Sie die Steinplatte etwa 20 Minuten im Backofen erwärmen. Vermeiden Sie dabei jedoch zu große Temperaturschwankungen und legen den Stein nicht in den aufgeheizten Ofen - der Stein dehnt sich sonst zu schnell aus und es können Risse entstehen. Stein und Ofen sollten immer gleichzeitig aufgeheizt werden!

7. Eine Vorspeise als harmonischer Auftakt

Insbesondere beim traditionellen Raclette empfehlen sich frische Salate oder gemischte, kalte Vorspeisenteller - in jeglicher Form. Kaufen Sie Saisongemüse auf dem Markt ein und wählen Sie ein Dressing Ihrer Wahl. Dabei gilt: um so bunter, desto schöner. Ebenfalls beliebt sind Antipastiteller mit kaltem eingelegten Gemüse, wie man es bspw. aus der italienischen Küche kennt. Im Winter ist ein Salat mit typischen Wintergemüse oder aber auch eine warme Vorspeise, wie geröstete Pilze möglich. Es kann frei nach belieben und Geschmack gewählt werden. Achten Sie lediglich darauf, dass die Vorspeise leicht und gut bekömmlich ist, denn Essen mit überbackenem Käse ist im Gegenzug sehr gehaltvoll. Fenchel ist übrigens der ideale Einsteiger. Er bereitet den Magen auf das Essen vor und hat eine beruhigende Wirkung, egal ob kalt im Salat oder erhitzt in einer Sahne-Weißwein Soße.

8. Ein leichtes Dessert ist immer willkommen

Hier gilt auch, was bei der Vorspeise gilt: da das Raclette-Essen sehr gehaltvoll ist, sollte das Dessert um so leichter sein. Meist zieht sich das Raclettieren über Stunden hin und es wurde mehr gegessen, als man sich eigentlich vorgenommen hat. Daher ist von schwerem und mächtigem Nachtisch abzuraten. Vielmehr ist ein frischer Fruchtsalat oder ein feines Fruchtsorbet eine gute Wahl. Die Kombination aus Frische, Säure und Süße setzt den perfekten Schlusspunkt und kommt dem Magen zugute.

9. Das richtige Getränk - wählen Sie aus

Ein gehaltvoller Weiß-, Rosé- oder ein leichter Rotwein sind ideale Begleiter zu einem gemütlichen Raclette-Essen, denn passend ausgewählt, heben sie die Aromanoten des Käses noch besser hervor. In unserem Shop haben wir Ihnen eine passende Auswahl zusammengestellt. Sie können den Wein auf das von Ihnen ausgewählte Fleisch bzw. auf den Fisch abstimmen. Schweizer Raclette-Käse wird typischerweise mit einem Fendant angeboten - einem Wein aus dem Kanton Wallis, der sich hervorragend mit dem Käse ergänzt.

Falls Sie Geflügel zum Raclette anbieten, sollten Sie zu einem Weißwein greifen. Ideale Begeleiter sind bspw. Riesling, Grauburgunder, Silvaner oder Weißburgunder. Falls Sie Rosé oder Rotwein präferieren, sollte dieser nur über eine dezente Säure verfügen.

Zu Lamm und Rind ist es ratsam, einen tiefroten Wein zu servieren. Denn damit können Sie dem kräftigen Geschmack des Fleisches und des Fetts im Raclettekäse die Stirn bieten. Die satten Aromen und kräftigen Holznoten bilden mit Fleisch und Käse eine perfekte Symbiose. Empfehlenswerte Weine sind bspw. Merlot, Chiraz, Cabernet Sauvignon oder Syrah.

Sollten Sie Fisch oder Meeresfrüchte zubereiten wollen, empfehlen wir einen säurearmen, jungen Weißwein. Der leichte und spritzige Charakter untermalt die Geschmacksnoten vom Fischfleisch. Wenn Sie allerdings festeren Fisch servieren, wie es bei einem Thunfischsteak der Fall ist, können Sie gerne zu einem leichten Rotwein, wie einem badischen Spätburgunder greifen. Er ist gerbstoffarm, samtig und vollmundig im Geschmack. Die Farbe ist aus dem Grund auch nicht tiefrot, sondern eher rot-rosa. Natürlich ist auch ein Roséwein empfehlenswert.

Sollte gar kein Fleisch oder Fisch serviert, sondern ein vegetarisches Raclette angeboten werden, stellen eigentlich alle Weinsorten ein guter Begleiter dar. Hier kann frei nach Belieben und persönlichem Geschmack gewählt werden.

Es gibt auch eine nicht-alkoholhaltige Variante zum Raclette. Kräuter- oder Schwarztee, je nach Jahreszeit heiß oder kalt genossen, löscht er den Durst.

Gut zu wissen: Wein und vor allem Kräuterschnäpse oder Kräutertees unterstützen die Verdauung. Die in den Kräutern enthaltenen ätherischen Öle fördern die Ausschüttung von Verdauungs-Enzymen, welche für die Aufspaltung der Proteine zuständig sind. Wichtig ist allerdings die Menge: mehr als 2 cl Schnaps oder 1,5 bis 2 dl Wein wirken nicht mehr anregend, sondern betäubend auf die Verdauung.

10. Im Nu sauber

Oft ist es so, dass ein Raclette-Abend lange andauert und das Gerät bis zum nächsten Morgen erst mal stehengelassen wird. Um sich Arbeit zu ersparen, weichen Sie bitte das Besteck, die Pfännchen und andere Teile, die nicht fest mit dem elektronischen Gerät verbunden sind, am selben Abend über Nacht in kaltes Wasser ein. Das wird Ihnen dann am nächsten Tag sehr helfen und Zeit sparen. Steinplatten dürfen generell nicht im Wasser eingeweicht werden, da sich der Stein ansonsten mit Wasser vollsaugt und dadurch Schaden nehmen kann. Am besten reinigen Sie den noch warmen Stein mit einem Ceranfeld-Schaber, dann feucht abwischen.

Legen Sie nun am nächsten Morgen das Geschirr, die Pfännchen und das Besteck für einige Zeit in heißes Wasser und fügen Sie etwas Haushalts-Soda hinzu. Es ist sehr effektiv, alternativ kann aber auch Spülmittel verwendet werden. Bitte sehen Sie von Scheuermilch ab. Es verkürzt die Lebenszeit vieler teflonbeschichteteter Geräte und dessen Zubehör erheblich.

Nach diesem Vorgang sollten sich die eingebrannten Essensreste beim Spülen mit einem weichen Schwamm gut lösen. Sind die Teile spülmaschinenfest, können Sie diese natürlich auch dort reinigen. Achten Sie lediglich darauf, dass der Spülvorgang zeitnah erfolgt, sonst können Reste wieder hart werden und ankleben.

Hat bis zu diesem Punkt die Reinigung versagt, kann im trockenen Zustand Fettlösespray bzw. Backofenreiniger auf die Pfännchen und Grillplatten aufgetragen werden. Dieses sollte ca. acht Stunden einweichen.

Der Grill selber muss zwingend von der Stromquelle entfernt werden und abgekühlt sein. Er darf keinenfalls unter fließendem Wasser gereinigt oder mit eingeweicht werden. Vielmehr empfiehlt es sich, ihn mit einem feuchten Spültuch mit etwas Spülmittel zu reinigen. Sollten hartnäckige Verkrustungen auf dem Gerät verbleiben, können Sie den Grill ebenfalls mit dem Fettlösespray einsprühen und einige Stunden stehen lassen. In der Regel kann so jeder Schmutz beseitigt werden.

11. Käseduft - kein Problem!

Der Raclette-Genuss hinterlässt meist Duftmarken im Haus. Nicht immer reicht ein gründliches Lüften aus, um den Käseduft gänzlich zu entfernen. Für einen Genuss ohne Reue können Sie zusätzlich eine Zitrone oder eine Orange mit Nelken spicken, auf einem Teller ins Esszimmer stellen und über Nacht wirken lassen. Außerdem kann auch ein Teller mit frischen Kaffeebohnen helfen.

12. Raclette im Sommer

Der Ursprung des Raclettes liegt in der Schweiz, in der das ganze Jahr über leckeres Raclette gegessen wird. Warum sollten wir dieser Tradition also nicht folgen?

Es ist einfach wunderbar herrlich, Raclette an lauen Sommerabenden auf der Terrasse oder dem Balkon zu genießen. So wie man es vom Grillen kennt, bleibt der Brat- und Fettgeruch draußen und man kann gemeinschaftlich ein leckeres Essen im Freien zu sich nehmen. Anders als im Winter, bei dem Raclette bevorzugt mit deftig würzigen Käse und einer Variation an Fleisch gegessen wird, sind im Sommer mildere Käsesorten und Beilagen wie frische Salate, viel Gemüse und Obst, sowie leichte Dips besonders beliebt. Passend dazu kann man einen kühlen Rosé oder Weißwein trinken, eine Flasche Bier genießen oder aber einen Cocktail schlürfen.

Zunehmende Verbreitung findet auch die Verwendung von geschmolzenem Raclette-Käse auf schmackhaften Burgern. Probieren Sie es aus!

Wissenswertes zum schweizer Raclettekäse




Bezeichnung Raclette
«Raclette» ist der Name der traditionellen schweizer Käsesorte und zugleich die Bezeichnung für ein schweizerisches Nationalgericht, bei dem der Raclettekäse an einem offenen Feuer geschmolzen und die weich gewordene Masse nach und nach auf einen Teller abgestreift wird.

Produktbezeichnung
Schweizer Raclettekäse

Herstellungsgebiet
Mehrere Kantone am nördlichen Alpenkamm und der Kanton Wallis.

Produktbeschreibung
Vollfetter, würziger Halbhartkäse aus roher oder pasteurisierter Milch, garantiert ohne Zusatzstoffe. Er überzeugt durch sein hervorragendes Schmelzverhalten.

Herstellungsmethode
Raclettekäse wird nach altem Rezept und mit großem handwerklichen Geschick hergestellt und bis zur optimalen Reife gepflegt. Spezifische natürliche Kulturen verleihen dem Käse während dieser Zeit den zartschmelzenden Teig.

Form und Aussehen
Laib oder Block mit braunroter Rinde.

Maße: 30 bis 35 cm, rund oder eckig
Gewicht: 5,0 bis 7,5 kg
Teig und Farbe:  fein, hellgelb bis elfenbeinfarbig

Fettgehalt:
mindestens 45 Gewichtsprozent Fett in der Trockenmasse (FiT)

Geschmack:
rein, mild, leicht säuerlich

Nährwert pro 100 g:

  • 25 g Eiweiss,
  • 27 g Fett,
  • 0,7 g Kalzium,
  • 2,0 g Salz,
  • 4,0 g Mineralstoffe

Energiewert pro 100 g
1424 kJ/340 kcal

Optimale Konsumreife
3 Monate

Wenn Sie mehr über schweizer Käse erfahren möchten, haben wir Ihnen hier weiterführende Informationen bereitgestellt:

Die beliebtesten Zutaten


Raclette-Zutaten

Raclette wird nicht nur an Silvester immer beliebter - und das hat seine Gründe. Die fast unbegrenzten Möglichkeiten in der Kombination verschiedener Zutaten können jedes Raclette zu einem neuen Erlebnis werden lassen. Da diese Liste immer umfangreicher wird, haben wir für Sie die beliebtesten Zutaten zum Raclette separat auf der Seite "Die beliebtesten Raclette Zutaten" aufgeführt und hoffen, dass Sie viele Anregungen und Ideen erhalten.

Weiter zu: Die beliebtesten Raclette Zutaten


Neue Raclette-Ideen: unsere Rezepte

Wir haben für Sie eine Seite mit bewährten Rezepten zusammengestellt. Nachfolgend ein kleiner Auschnitt:

Raclette-Rezepte

Alle Raclette-Rezepte

Rezepte-Blog

Volker Osieka

Hier versorgt Sie unser Chefkoch Volker Osieka mit pfiffigen Rezept-Ideen für PizzaGrills. Er hat 14 Jahre in der Sterne-Gastronomie gearbeitet und bereitet die hier vorgestellten Rezepte allesamt auf einem PizzaGrill zu.
Lassen Sie sich inspirieren...


Chefkoch-Rezepte

Alle Rezepte unseres Chefkochs

Bewährte Raclette-Geräte


Ob traditionelles Raclette, bei dem Sie den Käse vom Laib abstreifen, oder Pfännchen-Raclette, die Auswahl an Geräten ist riesengroß. Wir halten für Sie ein umfangreiches Sortiment an Raclette-Grills und -Öfen bereit. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Qualität. Was nutzt der beste Raclette-Käse, wenn die Temperatur des Grills ihn nicht richtig erhitzt? Für jeden Anlaß bestens geeignet ist der "for8 Pizza-Grill" der Firma Stöckli. Durch die integrierte Unterhitze kann dieser Grill nicht nur Pizza backen, auch dicker belegte Pfännchen werden von unten gar.

Hier ein kleiner Überblick über unser Sortiment:

Geschichte des Raclette


Das Raclette kommt ursprünglich aus dem Kanton Wallis in der Schweiz und ist der Überlieferung nach über 400 Jahre alt. Die ersten schriftlichen Hinweise finden sich im frühen 19. Jahrhundert.

1812 erwähnt Dr. H. Schiner in seiner Beschreibung des Departements Simplon eine Tradition im Val d‘Anniviers, wonach üppige Festmahle mit Bratkäse ("fromage rôti") begonnen und beendet werden.

Lesen Sie mehr unter Herkunft und Geschichte des Raclette

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