Fett-/Fleischfondue - Fondue Bourguignonne


Fleischfondue


Das klassische Fettfondue ist eine sehr beliebte Wahl, wenn gemeinsam am Tisch gekocht werden soll. Denn für das schmackhafte Essen sind nur wenige Vorbereitungen notwendig und es kann in einer geselligen Runde ein genussvoller Abend verbracht werden. Folgend geben wir Ihnen einen Überblick über die einzukaufenden Zutaten (1), die notwendigen Vorbereitungen und die eigentliche Zubereitung (2), sowie die Nachbereitungen am nächsten Tag (3).

Die Themen auf dieser Seite:

1. Einkaufsliste

Zunächst sollten Sie sich überlegen, welches Fleisch für das eigentliche Fondue angeboten werden soll, welches Fett Sie zum garen nutzen wollen und welche Beilagen Sie zum Essen reichen möchten. Es empfiehlt sich 200-300g Fleisch/Fisch pro Person, je nachdem welche weiteren Zutaten und Beilagen gereicht werden. Bei Gemüse wird mit ca. 150 g pro Person gerechnet. Beim Fett können Sie bei 6 Personen einen Liter bzw. ein kg Fett einplanen.


Fonduefleisch


Zutaten

Fleisch ist die Hauptzutat beim Fettfondue. Dabei greift man bevorzugt zu mageren Varianten, da Fett bei dieser Fondueart nicht zusätzlich benötigt wird. Hier eignet sich bspw. Enten-, Puten- oder Hähnchenbrust, Schweine-, Rinder-, oder Bisonfilet. Statt Rinderfilet schmeckt übrigens auch Hüfte und Steak. Entfernen Sie hierbei allerdings den Fettrand. Von Schnitzel- oder Gulaschfleisch raten wir ab, da es beim garen schnell zäh wird. Achten Sie auf eine hochwertige Qualität des Fleisches.

Neben Fleisch kann auch festerer Fisch und Meeresfrüchte gegart werden. Es eignen sich insbesondere (Riesen-)Garnelen oder Rotbarschfilet, aber auch andere feste Sorten. Miesmuscheln vorher kochen - am Tisch das Fleisch heraustrennen und im Fett frittieren.

Gemüse ist eine sehr schmackhafte und gesunde Alternative bzw. Ergänzung. Ahnlich wie beim Fisch, empfehlen wir etwas festere Sorten. Hier eignen sich bspw. Pilze, Paprika, Zucchini, Brokkoli, Fenchel, Zwiebeln oder Aubergine. Sie können das Gemüse auch vor dem Essen blanchieren, um die Wartezeiten am Tisch zu verkürzen.

Für das Fett, indem die Nahrungsmittel gegart werden, empfehlen wir ein neutral schmeckendes Öl, welches einen hohen Rauchpunkt besitzt. Das ist bspw. bei Frittierfett-Blöcken, raffiniertem Rapsöl oder Sonnenblumenöl der Fall. Kaltgepresste Öle, Butter oder Magarine sind nicht zum frittieren geeignet da das Fett zu stark erhitzt wird. Soll das Fett ebenfalls Geschmack liefern, können Sie zu Erdnuss-, Palm- oder Kokosfett und Butterschmalz greifen.


Beilagen

Zu den gegarten Lebensmitteln sollten Sie zum einen eine Salz- und Pfeffermühle, zum anderen aber auch verschiedene Saucen, Chutneys und Kräuter- oder Knoblauchbutter reichen. Zum Gegarten kann dann noch frisches Baguette und Mixed Pickles, wie Silberzwiebeln, Peperoni, Oliven, getrocknete Tomaten in Olivenöl, Maiskölbchen, Tomatenpaprika usw. serviert werden. Besonders angenehm ist auch frischer grüner Salat mit einem leichten spritzigen Dressing.


Fondue Beilagen


2. Vorbereitung und Zubereitung

  • Spülen Sie das Fleisch unter kaltem Wasser ab und tupfen Sie es mit einem Küchenpapier trocken. Schneiden Sie es anschließend in mundgerechte Stücke damit es anschließend schneller gart. Drappieren Sie es dann auf Tellern. Damit die Gäste nicht jedes Mal über den Tisch greifen müssen, können Sie verschiedenen Fleischsorten auf einem Teller servieren.
  • Das Gemüse putzen und in kleine Stücke schneiden. Damit hartes Gemüse anschließend schneller gart, sollte es vorab blanchiert werden. Füllen Sie das Gemüse in unterschiedliche Schälchen.
  • Achten Sie darauf, dass die gewählten Zutaten gut abgetupft werden und nicht zu feucht sind. Mariniertes, also in Soße Eingelegtes, sollten sie gut abtropfen, damit das Fett nicht verunreinigt wird und die Spritzgefahr geringer ist.
  • Das Öl bzw. das Fett vorab im Fonduetopf auf dem Herd erhitzen bis es eine Temperatur von 180 °C hat. Wenn die gewünschte Temperatur erreicht wurde (Holzlöffelprobe), den Fonduetopf auf einen brennenden Rechaud stellen. Achten Sie darauf, den Topf nur bis zur Hälfte zu befüllen, damit die Gabeln mit dem Fleisch genug Platz haben und das Fett nicht überläuft bzw. herauspritzt. Ansonsten kann es sich an dem brennenden Rechaud entzünden! Meist haben die Töpfe auf der Innenseite eine Skala und zeigen an, bis wohin der Topf maximal befüllt werden darf. Nehmen Sie diese Hilfestellung in Anspruch. Nun kann es losgehen.
  • Das Brutzeln kann beginnen. Die Gabeln mit den gewünschtgen Zutaten bestücken, je nach Vorliebe, Art und Dicke des Fleisches ca. 2-3 Minuten garen. Das überschüssige Fett kurz über dem Topf abtropfen lassen, so ist das Essen bekömmlicher. Anschließend das Fleisch nach Belieben salzen und pfeffern und/oder in die vorbereiteten Saucen dippen.

Wichtig: Nach dem Kochen am Tisch bitte das heiße Fett niemals in die Toilette oder in den Abfluss gießen, sondern bis zum nächsten Tag abkühlen lassen.

Tipp: Wer es vegetarisch oder besonders knusprig mag, kann das Gemüse vor dem Garen in flüssigen Teig tunken und anschließend in dem Fett knsuprig frittieren. Probieren Sie es aus, es ist ein besonderer, wenn auch ein etwas kalorienreicherer Genuss.


Fondue Zubereitung


3. Der Tag danach

Was geschieht mit dem erkalteten Fett/Öl?

Hier haben Sie zwei Möglichkeiten: Wiederverwendung oder Entsorgung.

  1. Kaltes, flüssiges Öl kann durch ein mit Küchenpapier ausgelegtes, feinporiges Stahlsieb gefiltert werden. Stellen Sie eine Schüssel bereit, in dem das Öl gesammelt wird. Danach filtern Sie es ein zweites Mal, indem Sie das Sieb dieses Mal mit einem Kaffeefilter auslegen und das Öl hindurch schütten. Anschließend füllen Sie es in ein Schraubglas und stellen es kalt. Das Öl kann dann beim nächsten Fondue-Abend wiederverwendet werden. Da es bereist Geschmacksspuren enthält, sollten Sie es allerdings nur noch ein weiteres Mal nutzen.
  2. Wenn Sie das abgekühlte Fett nicht wiederverwenden möchten, so können Sie es auch über den Hausmüll entsorgen. Frittierfett, Butterschmalz oder Kokosfett härtet wieder aus und kann dann mit einem großen Löffel aus dem Topf entnommen und in Zeitungspapier eingeschlagen werden. Andere Öle in leere Flaschen oder Milchtüten umfüllen und ebenfalls über den Restmüll entsorgen.

Wie wird man den Geruch los?

Obwohl das Fett schon entsorgt wurde, der Topf gespült und das Esszimmer durchgelüftet ist, mag der Fettgeruch nicht so ganz verschwinden? Dann stellen Sie doch einen Teller mit Kaffeepulver oder Essig über Nacht in das Esszimmer. Am nächsten Tag bitte noch ein Mal kräftig durchlüften. Dann sollte der Geruch verflogen sein.


Was tun mit übrig gebliebenem Essen?

Trotz stundenlangem Schlemmen in geselliger Runde bleibt doch meistens etwas übrig. Die Fleisch- und Gemüsereste bitte nicht wegwerfen. Es lässt sich aus den Zutaten immer noch ein leckeres Essen zubereiten. Wie wäre es mit einem zweiten Fondue-Abend in kleinerer Runde? - dann kann man auch das übrig gebliebene Fett direkt noch ein mal verwenden. Oder verwerten Sie die Lebensmittel für Geschnetzeltes, Gulasch oder eine asiatische Wokpfanne.


Gulasch


Rezepte

Was Sie benötigen:

Für ein gelungenes Fettfondue benötigen Sie das passende Kochgeschirr. Hierfür ist es ratsam, sich ein Fondue-Set anzuschaffen. Wenn Sie sich den Rechaud und Topf selber zusammenstellen wollen, so können Sie sie auch einzeln erwerben.

Zusätzlich ist das Verwenden von speziellen Fondue-Gabeln ratsam. Ihr Stiel ist länger und heizt nicht auf. Auch sind sie deutlich schmaler als herkömmliche Gabeln.

Überaus praktisch sind Fondue-Teller mit verschiedenen abgetrennten Bereichen. Darin kann man unterschiedliche Beilagen oder Saucen geben, ohne dass diese sich vermischen.


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