Schweizer Raclette - Vorteile, Geschichte und Definition



Die Vorteile

Einfache Zubereitung
Raclette passt immer und überall und lässt sich einfach und schnell zubereiten. So bleibt Ihnen mehr Zeit für Ihre Gäste.

Kulinarische Kompetenz
Raclette lässt sich stets neu variieren und wird auch in der warmen Jahreszeit immer beliebter - begleitet von frischen Salaten oder Gemüsen, z.B. Pilzen, Frühlingszwiebeln oder Spinat. Natürlich passen auch Peperoncini, Gurken, Maiskölbchen, Senffrüchte, frische Früchte und Nüsse. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Gemütlichkeit
Das gemeinsame Raclette-Erlebnis mit Freunden bringt Gemütlichkeit und verbindet. Raclette macht Spass und ist nicht von gestern.

Geschichte

Die Raclette kommt ursprünglich aus dem Wallis/Schweiz und ist der Überlieferung nach über 400 Jahre alt. Die ersten schriftlichen Hinweise finden sich im frühen 19. Jahrhundert.

1812 erwähnt Dr. H. Schiner in seiner Beschreibung des Departements Simplon eine Tradition im Val d‘Anniviers, wonach üppige Festmahle mit Bratkäse ("fromage rôti") begonnen und beendet werden.

Andere Autoren berichten über Abende vor dem Alpabgang im Val d’Anniviers: "Einige Hirten sitzen ... um ein Feuer herum und überwachen einen viertelgrossen Käselaib, den sie der Glut des Feuers ausgesetzt haben. Sobald der Käse zu schmelzen beginnt, nimmt einer ein ... Messer, schabt eine geschmolzene Scheibe vom Käselaib und streicht ihn auf ein Stück Brot." (V. Tissot, 1888)

Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der "Bratkäse" einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht. Anlässlich der kantonalen Ausstellung von 1909 sollten die besten einheimische Weine dargeboten und mit "Bratkäse" begleitet werden. Zu diesem Zweck wurde der Name "Raclette" aus der Taufe gehoben. Dabei stand das französische Wort "racler", zu Deutsch schaben, Pate, entsprechend der heute noch im Wallis und in der Gastronomie typischen Zubereitungsart.

Definition

Produktbezeichnung
Schweizer Raclettekäse

Herstellungsgebiet
Mehrere Kantone am nördlichen Alpenkamm und der Kanton Wallis.

Produktbeschreibung
Vollfetter, würziger Halbhartkäse aus roher oder pasteurisierter Milch, garantiert ohne Zusatzstoffe. Er überzeugt durch sein hervorragendes Schmelzverhalten.

Herstellungsmethode
Raclettekäse wird nach altem Rezept und mit grossem handwerklichem Geschick hergestellt und bis zur optimalen Reife gepflegt. Spezifische natürliche Kulturen verleihen dem Käse während dieser Zeit den zartschmelzenden Teig.

Form und Aussehen
Laib oder Block mit braunroter Rinde.

Masse: 30 bis 35 cm, rund oder eckig
Gewicht: 5,5 bis 7,5 kg
Teig und Farbe: fein, hellgelb bis elfenbeinfarbig

Fettgehalt:
mindestens 45 Gewichtsprozent Fett in der Trockenmasse (FiT)

Geschmack:
rein, mild, leicht säuerlich

Nährwert pro 100 g:

  • 25 g Eiweiss,
  • 27 g Fett,
  • 0,7 g Kalzium,
  • 2,0 g Salz,
  • 4,0 g Mineralstoffe

Energiewert pro 100 g
1424 kJ/340 kcal

Optimale Konsumreife
3 Monate

Bezeichnung Raclette
«Raclette» ist der Name der traditionellen Schweizer Käsesorte und zugleich die Bezeichnung für ein schweizerisches Nationalgericht, bei dem der Raclettekäse an einem offenen Feuer geschmolzen und die weich gewordene Masse nach und nach auf einen Teller abgestreift wird.