Interview mit Jolanda Brändle, Fa. Schererei

Jolanda Brändle sorgt mit ihren Scherendesigns für das gewisse Etwas der Stöckli-Fonduecaquelons. In diesem Interview gewährt Sie uns einen kleinen Einblick in ihre Arbeit.

Stöckli Alpaufzug Caquelon und Teller

F: Seit wann und wie haben Sie die Leidenschaft für die Schererei entdeckt?

A: Im November 1998 besuchte ich einen Scherenschnittkurs bei der Bäuerinnenvereinigung, der an drei Abenden stattgefunden hat.

F: Wie lange dauert es durchschnittlich, bis so ein Werk vollendet ist? Welche Materialien werden für einen perfekten Scherenschnitt benötigt?

A: 20-40 Stunden muss man für ein Werk in mittlerer Größe rechnen. Scherenschnittpapier und eine Scherenschnittschere mit speziellem Scherenschnittschliff sind sehr wichtig für ein gelungenes Werk.

F: Wie können wir uns Ihren Arbeitsalltag vorstellen?

A: Meine Arbeit beginnt morgens um sechs Uhr. Bis mittags bin ich mit Haushalten beschäftigt, da mit neun Kindern doch einiges an Arbeit anfällt. Nachmittags erledige ich oft Büroarbeit vom Bauernbetrieb oder meiner Schererei. Vor allem abends, ab 20.00 Uhr, geht's dann für zwei bis drei Stunden an die Scherenschnitte.

F: Braucht es für die Schererei eine spezielle Ausbildung oder Fähigkeit?

A: Eine Einführung in die Technik ist sicher von Vorteil. Das Wichtigste ist jedoch die Freude und Übung an dieser Tätigkeit, damit sie zum Erfolg wird.

F: Planen Sie die Scherenschnitte genau, entstehen Skizzen, oder arbeiten Sie intuitiv?

A: Die Scherenschnitte werden auf der Rückseite des Papiers (weisse Seite) mit Bleistift aufgezeichnet.


F: Haben Sie Lieblings-Sujets?

A: Sehr gerne schneide ich Hühner. Ich finde, sie eignen sich sehr gut für Scherenschnitte und können ihrer Art entsprechend dargestellt werden. Ich verpacke sie oft in neues Gefieder mit Schmuck und hübschen Kleidern. Mir gefällt das Verspielte sehr.

F: Was war in der Vergangenheit Ihr spannendstes Projekt?

A: Bestimmt das OLMA-Plakat der 70. OLMA (Anm.: Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung) von 2012. Es war bis jetzt auch mein größter Erfolg.

 Harmonisches Käsefondue F: Was fasziniert Sie an diesem Hobby dauerhaft?

A: Mit den verschiedensten Projekten werde ich auch immer wieder herausgefordert, was die Arbeit spannend macht.

F: Was bedeutet es für Sie, die eigenen Sujets auf den Stöckli Käsefonduecaquelons zu sehen?

A: Für mich ist es eine Ehre, diese Caquelons der Firma Stöckli mit meinem Sujet im Verkauf zu sehen. Ich bin einfach begeistert!

F: Wie und wo genießen Sie am liebsten ein Käsefondue?

A: Im Winter in heimeliger Atmosphäre in gemütlicher Runde. Oft genießen wir auch an einem schönen Sommerabend ein feines Käsefondue auf dem Gartensitzplatz. Das ist immer eine interessante Abwechslung zu den Grillabenden.

Frau Brändle, herzlichen Dank für dieses Gespräch.


Copyright: A. & J. Stöckli AG

 

Links

Weitere Beiträge aus unserem Magazin

Interview mit Pascal Burkard zur Produktentwicklung bei TTM

Interview mit Pascal Burkard zur Produktentwicklung bei TTM

TTM ist unser Hauptlieferant in puncto klassischen Racletteöfen. Geschäftsführer Pascal Burkard verschafft uns in diesem Interview Einblick in die Abläufe der Produktentwicklung.

weiter

Interview mit dem Designer Stephan Kuhn

Interview mit dem Designer Stephan Kuhn

Stephan Kuhn hat für Stöckli zum Heidi-Jahr 2016 den Heidi-Caquelons gestaltet. In diesem Interview lernen Sie ihn und seine Arbeit näher kennen.

weiter

Mein Besuch bei der Käserei Seiler in Sarnen

Mein Besuch bei der Käserei Seiler in Sarnen

Früh morgens um acht traf ich mich mit Felix Schibli, dem Geschäftsführer der Seiler Käserei AG, im von hohen Bergen umrahmten Sarnen. Zunächst sprachen wir über die Geschichte der Firma Seiler.

weiter