10 Fragen an Fabrice Filliez, Bagnes Capitale de la Raclette

Hallo Fabrice Filliez,

Fabrice Filliez
Fabrice Filliez

vielen Dank dass Sie sich heute Zeit für uns genommen haben. Vielleicht könnten Sie sich kurz vorstellen und was zu Ihrer Person sagen?

Ich heiße Fabrice Filliez. Ich bin Schweizer, Walliser und Bagner. Ich stamme aus diesem Dorf (Anm.:

Le Châble). Zur Zeit bin ich in Bern als Botschafter tätig und zuständig für internationale Steuerfragen.

Lassen Sie uns über Raclette reden.

Das erste Mal: können Sie sich an Ihr erstes Raclette erinnern?

Das war schon bevor ich geboren wurde. Aber Spaß beiseite, ich kann mich nicht daran erinnern. Wahrscheinlich war ich da zwischen 6-8 Monate alt.

Was macht das Raclette für Sie besonders?

Die Heimat, die Würze, die Berge und die Familie. Es ist jedes Mal ein schönes Gefühl, wenn ich Raclette esse.

Wie sieht für Sie ein perfekter Raclette-Abend aus?

Mit gutem Käse, aus dem Bagnes natürlich, guten Freunden, guten Leuten und gutem Wein.

Fromagerie de Champsec
Fromagerie de Champsec

Welcher ist Ihr Lieblings-Raclettekäse?


Das ist – wie gesagt – Käse aus dem Bagnes, alle Bagnes-Käsesorten sind gut. Ich könnte mich nicht wirklich entscheiden, spontan fällt mir z.B. der Raclette von der Laiterie de Verbier oder von der Fromagerie de Champsec chez Eddy ein .

Welches ist Ihre Lieblingszutat? Was sollte auf keinen Fall fehlen?

Die Zutaten sind nicht besonders wichtig, guter Käse macht alles aus. Vielleicht ein bisschen Pfeffer, aber sicher keine Früchte oder andere seltsame Zutaten. Im Ausland habe ich das manchmal schon erlebt, z.B. in Singapur: Dort möchten viele Leute Raclette mit allem möglichen mischen, das wäre nichts für mich.

Welche Getränke halten Sie für ein gemütliches Raclette-Essen besonders geeignet?

Wein, Wein, sicher Wein! Bier passt vielleicht nicht so gut zu Raclette, besser zu Würstchen. Raclette kann man sehr gut mit Weißwein, aber genauso mit Rotwein genießen. Zum Abschluss kann man z.B. noch einen Schnaps zu sich nehmen.

Bevorzugen Sie Pfännchen-Raclette oder gestrichenen Raclette?

Da gehe ich mit der Tradition. Gestrichenes Raclette ist geschmackvoller und macht das Fett im Käse dichter. Es ist wirklich anders und besser, nicht nur wegen der Tradition.

Was sollte man beim Raclette-Essen möglichst vermeiden?

Raclette ist Raclette und eine echte Tradition. Guter Käse und guter Wein sind ein Muss, zu viele Zutaten sollte man vermeiden.

Haben Sie irgendwelche Dekorationstipps oder Musikideen, mit denen man die Harmonie des Raclettes unterstützen könnte?

Das wichtigste sind wirklich Freunde und eine gute Atmosphäre. Die kann man mit ein wenig Volksmusik ergänzen oder Bildern von Bergen und Kühen. Das ist aber nicht unbedingt notwendig.

Wen würden Sie mal gerne zum Raclette einladen?

Die ganze Welt! Ich bin ja Botschafter der Schweiz und des Raclette-Käses.

Monsieur Filliez, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

Klaus Zweiacker

Das interview führte Klaus Zweiacker

Geschäftsführer von RACLETTE.de. In der Schweiz aufgewachsen verschlug es ihn im Jugendalter ins Rheinland. Die Lust an Schweizer Käse und Raclette ist aber geblieben. Regelmäßige Schweiz-Reisen verbinden ihn noch heute mit seiner alten Heimat.

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